Muros – Bayona – Viana do Castelo – Porto – Lissabon – Funchal ( 694sm ges. 2038sm)

Muros – Bayona – Viana do Castelo – Porto – Lissabon – Funchal ( 694sm    ges. 2038sm)

Wie schon aus der Großwetterlage zu erkennen war, stand erst mal kein seglerischer Höhepunkt an. Wieder war es schwachwindig mit einer seitlichen Dünung von ca. 1,5 bis 2m. Das bedeutet nicht genug Druck in den Segeln bei der quer unter dem Schiff durchlaufenden Dünung – Die Folge ist ein hin- und herschlagen der Segel.

Da jetzt nur ein paar kurze Schläge geplant waren, hatte die SY PAULA  mit Dirk und Crew gute Chance uns bis Bayona, unserem letzten spanischen Hafen, einzuholen. Das Treffen haben wir dann auch durch einen intensiven (langen) Seglerinformationsaustausch genutzt.

Erster portugiesischer Hafen wurde auf Empfehlung von Lutz Viana do Castelo. Doch beim Einlaufen in den Rio Lima musste er feststellen, dass er hier doch noch nicht gewesen war. Der Yachthafen war fast komplett belegt, so dass wir an der Schwimmpier mit den anderen vier ausländischen Yachten am Fluss liegen blieben.

Die Stadt war überschaubar und hat einen schöne historische Altstadt. Schon beim Einlaufen fiel die hoch am Berg liegende große Kirche auf. Als Einziger unserer Crew habe ich mir die Basilika de Santa Luzia als Ziel genommen. Irgendwann auf dem Weg hoch habe ich nach 600 Stufen das Zählen aufgegeben. Die Basilika selbst was nicht so beeindruckend, jedoch die Aussicht hat dies wieder wett gemacht.

Der Beginn des nächsten Morgen verlief ein wenig durcheinander, denn nicht alle hatten die Umstellung auf portugiesische Zeit mitgemacht!

Weiter nach Porto ging es mal endlich wieder wie ein Segelboot! Genug Wind brachte den nötigen Druck in die Segel und trieb uns die portugiesische Küste entlang nach Süden und den Rio Douro hoch bis direkt vor die Marina in Porto.

Hier verließ uns Andres, der sich noch für ein paar Tage eine Unterkunft suchte. Seine Geschichten, der „Spatengang“ und „hat mir zugezwinkert“ werden uns fehlen!

Porto, mir bekannt schon aus diversen Besuchen, sind wir auf und ab durchstriffen. Das viele Treppensteigen und steile, kleinen Gassen waren dabei schon eine Herausforderung. Man fühlt sich in den nicht so touristisch besuchten Bereichen in eine andere Zeit zurück versetzt. Dass wir zum Abendessen in das alte Fischerdorf gleich neben unserem Hafen eintauchen konnten, tat unseren Füßen gut.

Noch 150sm bis Lissabon, die sollten mal wieder in einem Stück genommen werden! Wieder kaum Wind in Sicht, aber endlich sommerliche Temperaturen. Auch nachts ein super Sternenhimmel, da wir Neumond hatten. Am nächsten Morgen war dann schon Lissabon in greifbare Nähe.

Schon das Einlaufen am Freitag den 30.09. in den Rio Tejo nach Lissabon ist nicht mit Porto zu vergleichen. Hier ist alles weit – der Fluss breit und Lissabon weitläufig.

Unser Hafen Duce de Alcantara lag relativ günstig zur Stadt. So haben wir die Stadt gut zu Fuß erreichen können. In 2 Tagen waren es nur möglich, die großen Sehenswürdigkeiten zu besuchen.

Doris und Bernd hatten sich kurzfristig entschieden, vor dem längeren Schlag nach Madeira auszusteigen. Dies bedeutete, dass nur Lutz und ich weiter an Bord waren und die wachen für die nächsten ca. 530sm jetzt klar definiert gegangen werden müssen.

Bei diesem Törn war uns Neptun wohlgesonnen und hat uns auf fast der gesamten Strecke segelbaren Wind gegönnt – d.h. für uns große Entlastung, da die Rudergängeraufgaben  dann von Windpilot-Anlage übernommen wurden. 3m Dünung mit 1m aufgesetzter Welle ließ keinen erholsamen Schlaf zu, aber wir machten wenigstens Strecke!

Nach fast 1200sm Baden unserer Angelhaken hatten wir nun endlich Erfolg! Kurz hintereinander gingen 2 Goldmakrelen an den Haken und versprachen eine tolle Fischmahlzeit. Die 1,5Kg Fisch waren kaum zu bewältigen – ein Highlight auf einem längeren Segeltörn.

Was auch beeindruckend war, waren die Sichtverhältnisse! Schon in über 50sm Entfernung war Porto Santo zu sehen. In der Nacht an die Insel heransegelnd, habe ich immer wieder die Position kontrolliert, denn alles wirkte zum Greifen nahe. Auch Lutz hatte die außerordentlichen Sichtverhältnisse verunsichert.

Nun haben wir die MILAN für die nächsten 12 Tage in Funchal fest gemacht, Lutz wird hier aussteigen und nach Hause fliegen. So habe ich Zeit „maintenance“ der MILAN durchzuführen und dann folgt eine Woche Madeira-Urlaub mit Doris.

 


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