Überfahrt nach Barbados

Kurze Zwischeninfo zur Überfahrt (30.11.2016):

Momentan haben wir noch noch ca. 450 Seemeilen vor uns bis Barbados. Zwischenzeitlich schwächelte der Wind leider etwas. Derzeit ist es mit rund 32°C recht warm. Nach aktuellem Stand werden wir voraussichtlich am 04.Dezember in Barbados ankommen.

2016/10/30 – 11/16 Sonntag – Mittwoch Teneriffa – Sal – Boavista – Sal – Sao 930sm Ges. 3259sm

Vicente/Mindelo (Kapverden) ( sm ges. sm) Nach Erledigung der polizeilichen Abmeldung (man verlässt ja die EU) ging es mit südlichem Kurs auf die ca. 850sm lange Strecke Richtung den Kapverden. Eine Zeitlang hatten wir bis zu 3 begleitende Segelboote mit scheinbar gleichem Ziel. Ehe die Nacht hereinbrach, bekamen wir noch eine super Delfinshow mit ca. 30 Darstellern geboten. Oft düsten sie im Sechserfächer auf die MILAN zu und sprangen dabei auch komplett aus dem Wasser. Auch an den folgenden Tagen hatten wir immer wieder diese netten Begleiter. Der Wind wurde schwächer, wir holten deutlich zu unseren Vorausseglern auf, die dann leider zum Motoren übergingen und am Horizont verschwanden. In den Folgetagen kamen wir richtig in die Seeroutine – Dreiervierstundenwachsystem! Tagsüber brannte die Sonne, das Angeln war erfolglos, eine Schiffssichtung am Horizont war schon eine abwechslungsreiches Ereignis. Nachts wurden wir von einem beeindruckenden Sternenhimmel begleitet und unseren „Wasserbomben“?!? Das sind die nächtlichen phosphorizierenden Erscheinungen um unsere MILAN herum. Diese träten auf, wenn wir mal wieder von unseren Delfinen begleitet wurden und sie mit ihrem Flossenschlag das Plankton zum Leuchten bringen. Als Früchte der Nacht fanden wir morgens ab und zu fliegende Fische oder Tintenfische an Oberdeck. Andere Ereignisse auf diesem Schlag – wir haben unseren ersten Hai gesehen, der aber bald wieder verschwand. Heike kämpfte bei achterlichem Wind und Welle mit einem durchziehenden Squall. Am Sonntagnachmittag den 06.11. kamen endlich die Kapverden in Sicht – noch rund 40sm bis Palmeira und der Insel Sal. Am Montag den 07.11. um 01:00 Ortszeit fiel der Anker. Wenig später lief auch die SY Sturmschwalbe mit Jule und Jan ein. Zusammen haben wir dann Palmeira und den Nachbarort Espargos erkundet. Da der Amtsschimmel bei unserer Anmeldung sehr langsam war (es gab keine Anmeldevordrucke mehr) haben wir die Touristenhochburg von Sal – St. Maria – mit dem Sammeltaxi aufgesucht. Ja, die Uhren hier auf den Kapverden laufen doch deutlich anders. Aber um das kennen zu lernen sind wir ja hier hin gesegelt. Da wir noch ein wenig Zeit hatten, führten wir noch einen kleiner Abstecher zur südlich liegende Nachbarinsel Boavista durch. Mit 7 bis 8kn ging es flott nach Süden, 3m Welle von fast achtern und raumer Wind sorgten für eine schnelle Reise. Die Sicht wurde schlechter und auch der Wind in unserer Ankerbucht nahm auf 14m/sek zu. Einen Landausflug mit dem Schlauchboot nach Sal Rei haben wir entsprechend gestrichen. Die Rückfahrt gegen Welle und Wind am nächsten Tag war dann doch ganz schön fordernd. Der Freitag war für die Crew ein Ruhetag, der Skipper nutzte die Zeit für notwendige Reparaturen und schließlich klang der Tag am Marktplatz von Espargos aus. Morgen wird Crewchange folgen, Heike verlässt uns und Markus sowie Jörg werden einsteigen, Peter wird drei Tage später in Mindelo die Crew komplettieren.