2016/12/10 – 12/24 Samstag – Samstag Tobago – Grenada – Isle de Ronde – Carriacou – Grenada ( 188sm / Ges. 5773sm)

Auf Tobago hatten wir uns sehr wohl gefühlt, doch irgendwann musste es schließlich weitergehen. So sind wir montagvormittag für schmales Geld mit einem Privatfahrzeug in die Hauptstadt Scarborough gefahren, um die Amtsgänge zu erledigen und uns zu versorgen. Nachmittags hatte jeder mal Zeit für sich. Nach dem Abendessen wurde dann der Anker gelichtet mit dem Ziel, am nächsten Morgen Grenada anzulaufen. Anfangs herrschte wenig Wind, doch bald mussten Groß- und Vorsegel gerefft werden. Begleitet von einem nicht gerade angenehmen Seegang ging es zügig nach Grenada. Doch ein Sorgenkind hatten wir im Gepäck! Kurz vor Auslauf aus Tobago hatten wir feststellen müssen, dass unser Schlauchboot ein kleines Loch hat, welches wir mit unseren Mitteln nicht geflickt bekamen. Und in der Karibik ist ein verlässliches Beiboot unabdingbar! So konnte der nächste Hafen nur ein „Port of Entry“ sein, der auch eine eventuellen Servicestation für Schlauchboote hat. Also wurde in der Hauptstadt St. George’s der Yachthafen „Port Louis Marina“ angelaufen, der sogar einen Pool, Wäscherei, funktionierenden Geldautomaten und weitere Annehmlichkeiten hatte. Die Schlauchbootinstandsetzung wurde organisiert und gegen gutes Geld konnten wir ein Leihschlauchboot für die nächsten 9 Tage erhalten. Donnerstag dann ging es wieder raus, die Westküste Grenadas nach Norden laufend, deutlich langsamer als gedacht. Kurz vor Dunkelheit erreichten wir den einsamen Ankerplatz an der Isle de Ronde. Ohne Fremdlichter konnte bis zum Mondaufgang ein einmaliger Sternenhimmel betrachtet werden. Die am nächsten Tag angepeilte Insel Petite Martinique wurde nicht erreicht, da Wind und Strömung gegen uns waren. Auffällig war auf unserem Kreuzkurs eine Wellenbildung, deren Grund wir uns bei 200m Wassertiefe nicht erklären konnten. Im Nachhinein haben wir erfahren, dass wir den Gefahrenbereich eines aktiven Unterwasservulkanes (Kick’em Jenny) überlaufen hatten. Zum Glück hat er das Wasser nur ein wenig brodeln lassen, alles ist gut gegangen. Mit dem Fang eines Gelbflossen-Thunfisches wurden wir dafür entschädigt und liefen auf der Insel Carriacou die Tyrrel Bay an. Da wir kräftigeren Wind bekamen, blieb der Anker dort bis Dienstag im Grund. Also hatten wir viel Zeit für Inselausflüge, Mangrovenbesuch mit dem Schlauchboot, Baden, Schnorcheln, einschließlich einer Fährfahrt zur Insel Petite Martinique und natürlich zum Seele baumeln lassen. Um den Administrationsaufwand klein zu halten, blieben wir im Hoheitsgebiet von Grenada. So ging es wieder nach Süden, die Westküste Grenadas entlang, um in der Grand Mal Bay zu ankern. Der Mittwoch hatte noch mal die seglerische Bandbreite gefordert. Mit wenig Wind, ruppige Squalls, volle Segel, gereffte Segel und Kreuzkurse mit rauer Welle ging es in die Prickly Bay im Süden von Grenada, einer großen, gut besuchten Ankerbucht. Der Landgang war eingerahmt von diversen kräftigen Regenschauern. In kurzer Zeit hatte sich das Schlauchboot soweit gefüllt, dass alles, auch der volle Kraftstoffbehälter aufschwammen. Diese Zeit haben wir gut in der „Brewery“ verbracht. Nun zurück in St. George’s ist Versorgung, Aufklären, kleine Reparaturen und Crewchange angesagt. Ines und Christian gehen von Bord, Klaus und Uta steigen ein. Unser Schlauchboot ist auch instandgesetzt wieder an Bord.

 

 


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