2017/02/04 – 2017/02/18 Samstag – Samstag Antigua – Barbuda – Saba – St. Eustatius – St. Christopher (St. Kitts) – Nevis – Antigua ( 358sm / ges. 6760sm)

Tietzsch Andreas: 2017/02/04 – 2017/02/18 Samstag – Samstag Antigua – Barbuda – Saba – St. Eustatius – St. Christopher (St. Kitts) – Nevis – Antigua ( 358sm / ges. 6760sm) Ursprünglich war es angedacht, die kommenden Crewwechsel alle in der Hauptstadt St. John’s durchzuführen. Jedoch stellten wir schnell fest, dass die Amtsgänge sowie die nötigen Einkäufe sich in St. John’s nur umständlich erledigen ließen. Daher stieg nur Alexander in St. John’s aus und Katja und Dirk ein. Doris bleibt noch für die kommenden zwei Wochen an Bord.Die weiteren für Antigua geplanten Crewwechsel wurden an die Westküste nach in den Yachthafen Jolly Harbour verlegt.

Allederings bevor wir Christoph dort einsammeln werden ging unsere Reise in den Süden der Insel. Antigua, großer Name, aber eine kleine Insel, lockte uns gleich an die Südküste zu segeln und bei English Harbour vor Anker zu gehen.

Am nächsten Tag ging es noch weiter nach Osten, um bei Green Island zu Schnorcheln und zu ankern. In einer geschützter Mangrovenbucht übernachteten wir und am Abend wurde der frisch geangelten Fisch verspeist. Am kommenden Morgen ging es zurück nach Jolly Harbour, um einerseits Christoph aufzunehmen und die Verpflegung für die nächste Tour zu organisieren.

Mittwoch früh ging es zur Insel Barbuda (welche noch zu Antigua gehört). Dort ließen wir am elf Meilen Strand den Anker fallen und genossen mit nur vier weiteren Booten den weiten einsamen von Palmen gesäumten Sandstrand.

Der lud zu langen Spaziergängen und dösen im Schatten ein. Abends ging es dann bereits wieder Anker auf, mit dem Ziel am nächsten Vormittag die 70sm entfernte Insel Saba zu erreichen. Nach der Nachtfahrt mit achterlichem Wind, waren die steile Felswände vorerst nicht sehr einladend. Zum Einklarieren im Hafen war das Übersetzen im vorbereiten Schlauchboot bei 2 m See ein Kraftakt. Anschließend verlegten wir in den Windschatten der kleinen Insel und gingen Nähe des 1000-Stufenweges, welcher über Jahrhunderte die einzige Zuwegung zur Insel war, an eine Boje. Für den Landausflug am nächsten Tag hatten wir uns ein Wassertaxi für den Transfer in den Hafen bestellt. Mit dem Taxi ging es dann zu unserem Wanderstartpunkt zum Top des Mt. Scenerie (877m). Ein schmaler Steinpfad führte uns immer weiter durch den Regenwald Richtung Spitze. Den Blick über die Insel mussten wir uns richtig erarbeiten. Der letzte Teil des Weges war nur ein schmieriger, durch einen rutschigen Schlammpfad erarbeiten. Wir waren froh, dass wir diesen alle ohne ausrutschen überstanden haben. Kurz vorm höchsten Punkt folgte zur Krönung noch ein Felsen, der nur mit einem Seil erklommen werden konnte. Eine grandiose Sicht über Saba aber auch die karibische Inselwelt war die Entlohnung für das Besteigen der höchsten Erhebung der Niederlande. Wieder zurück auf der MILAN war Schnorcheln angesagt. Lions-, Koffer- und viele weitere bunte Fische, sowie Wasserschildkröten waren unsere Begleiter.

Am nächsten Tag liefen wir St. Eustatius an. Auch diese Insel gehört zu den Niederlanden, ist aber ganz anders. Auf Saba sah alles gepflegt aus und westlich angehaucht, hier waren wir das gewohnte Karibik-Bild. Die Insel hat rund 5000 Einwohner, 9 verschiedene Glaubensgemeinden, volle Kirchen, davon berichtete uns ein Pastor.

Nun folgte der Sprung auf die nächste östlich gelegene Insel Basseterre, in die der Hauptstadt von St. Christopher (St. Kitts). Diese Stadt wird vermehrt von Kreuzfahrtschiffen angelaufen, daher waren zumindest in Hafennähe die Preise sehr teuer –  und alles nur in USD.

Unsere Taxiinselrundfahrt hat uns auch andere Ecken gezeigt, in welchen sehr einfach das Leben prägt. Interessant war, dass Zuckerrohr nicht mehr angebaut wurde, die Felder liegen nun brach und das komplette Gemüse wird fast komplett importiert.

Die Inseln St. Kitts und Nevis gehören zusammen, daher hatten wir für beide Inseln ein- und ausklariert.

Als wir am übernächsten Tag auf Nevis angekommen sind, wurden wir von der Hafenpolizei aufgefordert, nicht zu Ankern, sondern eine kostenpflichtige Boje zu nehmen und komplett nochmal ein- und auszuklarieren. Da wir nur einen Stadtrundgang geplant hatten und anschließend nachtsegelnder Weise nach Antigua wollten, haben wir auf den Besuch von Nevis verzichtet. Wir sahen dies als reine Schikane und Geldschneiderei an. Nachdem wir auf Antigua wieder einklariert haben, bekamen wir beim Frühstück ein tolles Hafenkino mit hilfslos im Hafen kreisender Yacht und anschließendem hörbaren Anleger in der Pier geboten. Für die letzten zwei Tage ging es noch mal an die Südostküste zum Baden, Schnorcheln und Unterwasserschiffreinigen.

Wieder zurück in Jolly Harbour steht der nächste Crewwechsel an. Doris, Christoph, Dirk und Katja machen sich auf die Heimreise.

 

 


Ein Gedanke zu “2017/02/04 – 2017/02/18 Samstag – Samstag Antigua – Barbuda – Saba – St. Eustatius – St. Christopher (St. Kitts) – Nevis – Antigua ( 358sm / ges. 6760sm)

  1. Hallo, guten Morgen und Alaaf aus dem närrischen Jülich-Barmen/Rhld.!
    Toller Törnbericht, den ich heute Morgen gefunden habe, der Eure Reise miterleben und mitfühlen läßt, wozu auch die vielen Bilder beitragen. Mit Schmunzeln habe ich die Zeilen zu der vor Ort geübten Bürokratie gelesen, die ja offensichtlich noch ausgeprägter und möglichweise unberechenbarer ist als hier :-).
    Das soll/wird die MILAN-Crew jedoch nicht hindern, ihren traumhaften Törn weiter in vollen Zügen zu genießen!!
    Freue mich schon auf den nächsten Bericht.
    Herzliche Grüße von Alexander

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